Die neue Generation der Siemens Gebäude Automation verbindet klassische Steuerungsaufgaben mit dezentraler Intelligenz, Cloud-Anbindung und KI. Sie löst starre, fragmentierte Silo-Architekturen durch durchgängige, IP-basierte und skalierbare Systeme für alle Gebäudeanforderungen ab.


■ Siemens Next-Generation Building Automation Systems

  • Internet of Things (IoT): Sensoren erfassen in Echtzeit Daten zu Temperatur, Luftqualität, Raumbelegung, Energieverbrauch oder Verschmutzung.
  • Cloud- und Edge-Computing: Ermöglicht die zentrale Überwachung, Steuerung und Auswertung von Liegenschaften über Standorte hinweg.
  • BIM (Building Information Modelling): Digitaler Zwilling des Gebäudes für Planung, Bau und laufenden Betrieb.
  • CAFM (Computer Aided Facility Management): Softwaregestützte Verwaltung von Flächen, Wartungsverträgen und Betriebsabläufen.
  • Künstliche Intelligenz (KI): Analysiert Betriebsdaten, erkennt Muster und steuert Heizung, Lüftung oder Klima (HLK) vorausschauend.
  • IP-basierte, flachere Architekturen: Ablösung alter, starrer Hierarchien durch durchgängige IP-Kommunikation bis in die Feldebene
  • Offene Protokolle & Interoperabilität: Nahtlose Integration von Standards wie BACnet, Modbus, MQTT oder KNX sowie Drittsystemen ohne aufwändige Sonder-Gateways.
  • Erhöhte Cybersicherheit: Integrierte Sicherheitsstandards auf Netzwerk- und Geräteebene schützen moderne Gebäudemanagementsysteme (BMS) vor gezielten Cyberangriffen.
  • Cloud & Mobiler Zugriff: Zentrale Portale, App-basierte Bedieneroberflächen und schnelles Engineering (Inbetriebnahme in Minuten statt Stunden) erleichtern den Betrieb über Liegenschaften hinweg.
  • Nachhaltigkeit & Compliance: Automatische Datenerfassung und Berichterstattung für EU-Richtlinien wie die EPBD, CSRD oder die EU-Taxonomie.


■ Wichtige Anwendungsbereiche (Use Cases)

  • Energiemanagement: Kontinuierliche Messung und automatische Drosselung von Strom- und Heizkosten (z. B. durch bedarfsabhängige Beleuchtung und HLK-Steuerung).
  • Predictive Maintenance (Vorausschauende Wartung): Maschinen und Anlagen melden Verschleiß oder Defekte selbstständig, bevor ein Ausfall entsteht.
  • Smart Cleaning & Smart Services: Reinigungs- und Serviceeinsätze erfolgen nicht nach starrem Plan, sondern bedarfsorientiert basierend auf tatsächlicher Raumnutzung.
  • Space- & Desk-Management / Smart Parking: Digitale Buchungssysteme für Arbeitsplätze, Besprechungsräume oder Parkflächen bei schwankender Auslastung.
  • Vernetzte Sicherheit: Intelligente Zutrittskontrollen, KI-gestützte Überwachungskameras und Brandmeldeüberwachung.