Die Gebäude Automation mit programmierbare Steuer- und Regelgeräten aus der Siemens Desigo PXC-Produktlinie  bildet das Herzstück moderner Gebäudeinfrastrukturen. Sie steuert, regelt und überwacht Heizungs-, Lüftungs-, Klima- (HLK) und andere gebäudetechnische Anlagen, um Energieeffizienz, Komfort und Sicherheit zu maximieren.


Systemarchitektur und Hierarchie:

Die Desigo PXC Controller auf der Automationsebene  verarbeiten Daten autark und regeln die Anlagen ohne zwingende Verbindung zur Managementebene. Die Sensoren (z. B. Fühler) und Aktoren (z. B. Ventile, Klappenantriebe) der Feldebene sind direkt mit den Controllern verkabelt.


Die Desigo PXC-Familie umfasst die neueste Generation nativer BACnet/IP und BACnet/SC Controller für die Automation von Primäranlagen wie Heizwerke, Lüftungszentralen oder Kälteanlagen.

  • PXC4: Kompakt-Controller für kleinere bis mittlere Primäranlagen.
  • PXC5: System-Controller für die Integration, das Routing und übergeordnete Managementfunktionen.
  • PXC7: High-Performance-Controller für komplexe Großanlagen und anspruchsvolle Systemarchitekturen.


Kernmerkmale der PXC-Controller:

  • Frei programmierbar: Die Controller werden flexibel an die spezifischen Anforderungen der jeweiligen HLK-Anlage angepasst.
  • Modularer Aufbau: Erweiterungsmodule (TXM-Module) ermöglichen das präzise Skalieren von Ein- und Ausgängen (I/Os) für Fühler und Antriebe.
  • Native Kommunikation: Standardmäßige Unterstützung von offenen Kommunikationsprotokollen:
  • BACnet (IP oder MS/TP): Für die nahtlose Integration in die GLT oder Kommunikation untereinander.
  • Modbus / KNX / M-Bus: Zur direkten Einbindung von Zählern, Raum Bediengeräten oder Drittsystemen (häufig über spezialisierte Controller wie PXC5).
  • IT-Sicherheit (Cybersecurity): Moderne Generationen (wie PXC4/7) unterstützen BACnet Secure Connect (BACnet/SC) und verschlüsselte Kommunikation zum Schutz vor Cyberangriffen.


Typische Aufgaben und Funktionen:

  • Regelungsstrategien: Optimierte Steuerung von Raumtemperatur, Luftqualität (CO₂), Luftfeuchte und Systemdrücken.
  • Energieoptimierung: Integrierte Zeitschaltprogramme, Sommer-/Winterkompensation, Nachtabsenkung und Bedarfsregelung (z. B. Lüftung nur bei Präsenz).
  • Alarm- und Trendmanagement: Lokale Speicherung von kritischen Zuständen (z. B. Frostalarm) und Datenlogs für die spätere Auswertung in der GLT.
  • Autarkie: Bei einem Netzwerkausfall läuft das Regelprogramm im PXC-Controller lokal und fehlerfrei weiter.
  • Fernwartung: Integrierten Webserver für den direkten Zugriff per Browser oder App vor Ort zu Wartungszwecken.