Die digitale Interaktion in der Siemens Gebäudetechnik steuert den Wandel von klassischen, isolierten Systemen hin zu menschenorientierten, autonomen Gebäuden. Das Gebäude fungiert dabei zunehmend als direkte Schnittstelle (Interface) zwischen Mensch, Raum und Daten.
Siemens setzt bei der digitalen Interaktion auf vier zentrale Säulen:
1. Die zentrale Plattform: Building X
Building X bildet als Teil der offenen Business-Plattform Siemens Xcelerator das Kernstück der digitalen Interaktion.
- All-in-One-Schnittstelle: Ein intuitives, gemeinsames Dashboard bündelt alle Gebäudedaten und Anwendungen in Echtzeit.
- Generative KI: Nutzer können über natürliche Sprache mit dem System interagieren. Die integrierte KI beantwortet Fragen zu Betriebsabläufen präzise und greift autonom auf Handbücher und Datenblätter zurück.
- Interoperabilität: Durch offene APIs und Partnerschaften (z. B. mit Microsoft Azure) interagieren IoT-Sensoren, Cloud-Systeme und Drittanbieter nahtlos miteinander.
2. Der Digitale Zwilling (Digital Twin)
Bevor physische Änderungen vorgenommen werden, interagieren Betreiber mit einem virtuellen Abbild des Gebäudes. Dieser Digitale Zwilling bündelt BIM-Daten (Building Information Modeling) sowie Live-Betriebswerte. Dadurch lassen sich energetische Optimierungen und Raumveränderungen vorab digital testen und simulieren.
3. Autonome Interaktion: Gebäude & Mensch
Moderne Smart Buildings von Siemens reagieren vorausschauend auf das Verhalten ihrer Nutzer:
- Smarte Sensorik: IoT-Plattformen wie Enlighted erfassen Daten über Beleuchtungssysteme, Raum-belegungen und Umweltveränderungen in Echtzeit. Heizung, Lüftung und Licht passen sich vollautomatisch an die anwesenden Personen an.
- Self-Healing & Predictive Maintenance: Das System kommuniziert eigenständig Fehler. Erkennt die KI beispielsweise Unregelmäßigkeiten an einer Lüftungsanlage, gleicht sie Wartungshistorien ab, bestellt automatisch Ersatzteile und informiert das Facility Management.
4. Traditionelles Management & Remote-Zugriff
Für Techniker und Betreiber erfolgt die Steuerung über etablierte Steuerungssysteme wie Desigo CC. Gepaart mit Cloud-Lösungen wie Connect Box oder Climatix IC ermöglicht Siemens eine ortsunabhängige Interaktion (Remote Servicing), um Anlagen jederzeit aus der Ferne zu überwachen, zu regeln und abzusichern.

