Die Gebäudeautomation (GA) bildet das digitale Nervensystem moderner Life-Science-Gebäude, Labore und GMP-Produktionsstätten (Good Manufacturing Practice). Sie sichert die Prozesssicherheit, die Einhaltung gesetzlicher Richtlinien und die Energieeffizienz.


Strukturierte Beschreibung der Projektphasen

1. Konzept- und Entwurfsphase (Basic & Detail Design)

  • Bedarfsanalyse: Definition der Reinraumklassen, Sicherheitsstufen (S1 bis S4) und der gesetzlichen Vorgaben gemeinsam mit dem Betreiber.
  • Sensor- und Logikspezifikation: Festlegung von Messpunkten, Automationsstationen (ASP) und Feldgeräten frühzeitig in den Luftstrom- und R&I-Fließbildern.
  • Schnittstellen-Definition: Planung der Datenpunkte für Lüftung (HVAC), Kälte-/Wärmeerzeugung und das übergreifende Monitoring-System.


2. Implementierung und Engineering

  • Schaltschrankbau und Feldebene: Installation von Sensoren, Aktoren, Controllern und Feldbussen in den Reinräumen und Laboren.
  • Programmierung und Visualisierung: Erstellung der Regelkreise (z. B. Kaskadenregelung für Raumunterdruck/-überdruck) und Aufschaltung auf Leitsysteme.
  • Gewerke-Koordination: Abstimmung zwischen Elektrotechnik, Lüftungsbau und Prozessautomation, um Schnittstellenkonflikte zu vermeiden.


3. Inbetriebnahme und Qualifizierung (IQ / OQ / PQ)

  • Inbetriebnahme (Commissioning): Fachgerechtes Einregulieren der Anlagen (z. B. der präzisen Raumdruckregelung in Reinräumen).
  • Design- und Installationsqualifizierung (IQ): Überprüfung der installierten Hardware auf Übereinstimmung mit den Planungsvorgaben.
  • Funktionsqualifizierung (OQ): Testen der Regelszenarien, Notbetriebs- und Ausfallsicherheiten (z. B. Verhalten bei Stromausfall oder Lüfterstörung).
  • Performance-Qualifizierung (PQ): Nachweis, dass das Gesamtsystem unter Realbedingungen die geforderten Reinheits- und Klimaklassen dauerhaft hält.


■ Aufrechterhaltung des validierten Zustands (Lifecycle Management)

  • Änderungsmanagement (Change Control): Etablierung eines gelenkten Prozesses für Hard- und Softwareänderungen, um unkontrollierte Abweichungen vom validierten Zustand zu verhindern.
  • Wiederkehrende Kalibrierung: Turnusmäßige Kalibrierung aller GMP-kritischen Sensoren mit lückenloser Rückführbarkeit auf nationale Normale.
  • Wartung & Instandhaltung (Preventive Maintenance): Vorbeugende Wartung der Automationskomponenten zur Minimierung von Ausfallrisiken.
  • Re-Qualifizierung & Audits: Periodische Überprüfung des Gesamtsystems (Periodic Review) und Durchführung von Re-Qualifizierungsmaßnahmen bei kritischen Änderungen oder nach definierten Zeitintervallen.
  • IT-Security & Patch-Management: Kontinuierliche Einspielung von Sicherheitsupdates für Betriebssysteme und GA-Software unter Beachtung des Change-Control-Prozesses.
  • Daten-Integrität & Backup-Strategie: Gewährleistung der Datensicherheit nach ALCOA+-Prinzipien (Audit Trail Reviews, regelmäßige und verifizierte Backups der h



■ Aufrechterhaltung des validierten Zustands (Lifecycle Management)

  • Änderungsmanagement (Change Control): Etablierung eines gelenkten Prozesses für Hard- und Softwareänderungen, um unkontrollierte Abweichungen vom validierten Zustand zu verhindern.
  • Wiederkehrende Kalibrierung: Turnusmäßige Kalibrierung aller GMP-kritischen Sensoren mit lückenloser Rückführbarkeit auf nationale Normale.
  • Wartung & Instandhaltung (Preventive Maintenance): Vorbeugende Wartung der Automationskomponenten zur Minimierung von Ausfallrisiken.
  • Re-Qualifizierung & Audits: Periodische Überprüfung des Gesamtsystems (Periodic Review) und Durchführung von Re-Qualifizierungsmaßnahmen bei kritischen Änderungen oder nach definierten Zeitintervallen.
  • IT-Security & Patch-Management: Kontinuierliche Einspielung von Sicherheitsupdates für Betriebssysteme und GA-Software unter Beachtung des Change-Control-Prozesses.
  • Daten-Integrität & Backup-Strategie: Gewährleistung der Datensicherheit nach ALCOA+-Prinzipien (Audit Trail Reviews, regelmäßige und verifizierte Backups der h






Die Beratung und Planung der Gebäudeautomationstechnik (GA) in Life-Science-Immobiliengehört zu den anspruchsvollsten Aufgaben der technischen Gebäudeausrüstung (TGA). Life-Science-Immobilien – wie Pharmaproduktionen, Biotech-Labore, Medizintechnik-Werke oder Reinräume – stellen extreme Anforderungen an Sicherheit, Präzision und regulatorische Konformität (z. B. GMP/FDA-Richtlinien).

Die Gebäudeautomation fungiert hier als das „Nervensystem“, das die strengen Umweltbedingungen rund um die Uhr überwacht, steuert und dokumentiert.